Drupal CMS

Was ist Drupal und warum sollte man etwas darüber wissen?

Das Drupal Content Management System (CMS) wird von einer Gemeinschaft aus über einer Million registrierten Programmieren und tausende Agenturen aus der ganzen Welt entwickelt.

Es ist ein Software Framework vergleichbar mit Wordpress womit viele von uns Webseiten und Blogs bauen. Aber Drupal ist mehr wie Microsoft's Sharepoint oder Adobe's Experience Manager, denn es wird für komplexere Projekte verwendet. Im Unterschied zu den beiden Anderen ist Drupal allerdings Open Source (Genauer, es ist "GPLv2 oder mehr" lizensiert) und kann somit von ihnen als Kunde, einer privaten Person oder einem Unternehmen beliebig verwendet und angepasst werden.

Somit sind die Vorteile von Drupal gegenüber den kommerziellen Produkten die Kosten (Keine Lizenzgebühren oder hohe Entwicklungskosten weil nur das Unternehmen das die Rechte am Sourcecode besitzt, daran arbeiten darf), die Sicherheit (Der Code wird von vielen Menschen und insbesondere Sicherheitsteams überprüft) kein Vendor Lock-In (Sie besitzen den Code und können jederzeit eine andere Agentur anstellen, um das Produkt weiterzuentwickeln) und viele weitere.

Also, warum würde irgendjemand freiwillig Lizenzgebühren zahlen, wenn es Alternativen gibt? Weil die kommerziellen Angebote früher, etwa vor 10 Jahren, den Open Source Produkten überlegen waren. Heutzutage ist das Marketing der kommerziellen Produkte immer noch sehr viel besser, aber die Qualität der Produkte nicht mehr. Wir behaupten sogar, das Open Source CMS-Produkte wie Drupal und Wordpress weiter entwickelt und auf jeden Fall flexibler sind als ihre kommerziellen Konkurrenzprodukte - hauptsächlich aufgrund von Innovationen und den unterschiedlichen Arten wie diese Produkte entwickelt werden.

Viele Up-to-date Tech-Organisationen verwenden heutzutage Open Source CMS, darunter das Weiße Haus in den USA, Der Economist in Europa und Weather.com. Weitere Anwender kann man in der Showcases-Sektion finden. Wenn sie das Gefühl haben, das die Drupal-Technik nur für wirklich große Projekte verwendet werden sollte, lesen sie den nächsten Teil um zu sehen, das das absolut nicht der Fall ist.

Der technische Aspekt und die Architektur

Das Framework ist modular - d.h. es besteht aus einer Kern Software Komponente und einsteckbaren Modulen. Das bedeutet das der Kern grundsätzliche Funktionalität enthält wie URL-Generierung, Formulare, WYSIWYG Editor und andere notwendige Dinge die auf nahezu jeder Webseite benötigt werden. Dann installieren und konfigurieren wir darüber hinaus zusätzliche Module in Abhängigkeit vom Ziel der Webseite. Selbst wenn der Kern es möglich macht mehrsprachige Eigenschaften zu aktivieren, heißt das nicht das sie das in ihrem Projekt auch verwenden müssen, wenn ihr Ziel eine einsprachige Webseite ist. Das gilt für alle Module.

Natürlich ist die Realität immer ein wenig komplexer und ein CMS enthält auch immer CSS und JS Dateien oder andere externe Bibliotheken von dritten Parteien. Naja, wenn man eine externe Bibliothek benötigt, fügt man sie einfach hinzu, so wie wir es mit unserer netten Slideshow gemacht haben. Oder man braucht eine einfache oder auch komplexere Map auf seiner Seite. Kein Problem, es ist einfach und schnell denn es gibt fast immer ein Modul das bereits fast 100% von dem tut was man braucht.

All das macht es möglich ein Projekt gestückelt zu entwickeln und trotzdem immer zu sehen das man in die richtige Richtung arbeitet. Normalerweise wird Drupal nicht verwendet wenn man eine Standard-Homepage haben möchte, denn es benötigt mehr als nur HTML und CSS Code - wie z.B. Datenbank - dafür ist es dann den Aufwand nicht wert alles zu konfigurieren, denn es gibt online buchstäblich tausende Webseiten-Builder, auch gratis. Aber wenn man den Inhalt regelmäßig updaten möchte, im Bereich SEO konkurrieren möchte oder seine Webseite komfortabel in mehreren Sprachen anbieten möchte, dann ist Drupal die richtige Wahl. 

Letzten Endes geht es um...

Die Menschen. Die Gemeinschaft.

Denken sie mal darüber nach:

Auf der einen Seite haben wir eine kommerzielle Software Firma mit 50 Mitarbeitern von denen das Entwicklungsteam vielleicht die Hälfte ausmacht. Die 25 Entwickler gehen zur Arbeit weil sie das müssen und einige von ihnen haben warscheinlich sogar Software Entwicklung studiert. Das Produkt wird entwickelt um Profit zu machen. In einigen Jahren könnten sie ein ziemlich gutes CMS entwickeln!

Auf der anderen Seite haben wir mehr als eine Million Menschen. Von diesen Leuten sind mehr als  100.000 aktive Entwickler die ihren Job lieben und dazu beitragen weil sie das gerne tun wollen (und in vielen Fällen werden sie sogar bezahlt von einem Kunden oder einem Arbeitgeber). Das Produkt wird mit den höchsten Ansprüchen an die Qualität entwickelt, damit es von jedem verwendet werden kann und jeder davon profitiert. Drupal wird inzwischen seit fast 20 Jahren weiterentwickelt.

Die Frage ist: Welches Team würde das bessere Produkt entwickeln?

Drupal Hamburg User Group

In Hamburg und auf der ganzen Welt treffen sich regelmäßig sogenannte User Groups, um Präsentationen zu geben und um ihre Erfahrungen auszutauschen um mehr über die Plattform zu lernen. Die Menschen in diesen Gruppen arbeiten vielleicht für eine Drupal Agentur, sind Freelancer, Hobby-Entwickler oder einfach Menschen die mehr über das CMS lernen wollen.

Die Meetings stehen jedem offen. Dabei spielt es keine Rolle ob man im Umgang mit dem CMS ein unerfahrener Neuling oder ein erfahrener Profi ist denn die ganze Idee hinter den Treffen ist, sich gegenseitig beim Lernen zu helfen und gemeinsam besser darin zu werden, das Framework zu verwenden und weiterzuentwickeln. Zum Beispiel trifft sich hier in Hamburg die DUGHH (Drupal User Group Hansestadt Hamburg) regelmäßig jeden ersten Montag im Monat im Betahaus wo sich auch TIP Solutions befindet. DUGHH's Homepage findet man auf Meetup.com.